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AFP: Politbarometer: Steinmeier wichtiger als Merkel

Politbarometer: Steinmeier wichtiger als Merkel

Köln (AFP) — Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist nach Einschätzung der Bundesbürger zurzeit der wichtigste deutsche Politiker vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Laut ZDF-Politbarometer beurteilen die Bürger die Bedeutung Steinmeiers auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf mit 1,7 (zuvor 1,8). Die Kanzlerin sackte von 2,2 auf 1,6 ab. In der politischen Stimmung verliert die CDU/CSU im Vergleich zum März zwei Prozentpunkte und landet bei 38 Prozent. Die SPD bleibt bei 29 Prozent.

Die Linke verbessert sich in der aktuellen Stimmung um vier Punkte auf zwölf Prozent, die FDP legt um zwei Punkte auf zehn Prozent zu, die Grünen büßen einen Prozentpunkt ein und kommen auf zehn Prozent. Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden allerdings längerfristige Überzeugungen und koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen. Die CDU/CSU käme in der Wählergunst dann auf 39 Prozent (minus einen Punkt), die SPD auf 28 Prozent (minus eins), die FDP auf neun Prozent (plus eins) und die Linke auf elf Prozent (plus eins). Die Grünen lägen unverändert bei neun Prozent.

Die Urteile der Bürger über die zehn wichtigsten Politiker fielen in der Mehrzahl erneut schlechter aus. Auf Platz drei und vier hinter Steinmeier und Merkel folgen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 1,1 (zuvor 1,3) und Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,9 (zuvor 1,1). Platz fünf belegt Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit unverändert 0,3.

Erneut gelitten hat das Image von SPD-Chef Kurt Beck, der mit minus 0,5 klar im Negativbereich liegt (zuvor minus 0,2). Der Anteil der Befragten, die sich für Beck als SPD-Kanzlerkandidaten aussprechen, ist nochmals gesunken: 19 Prozent (zuvor 26 Prozent) sind dafür, aber 68 Prozent (zuvor 62 Prozent) dagegen. Auch bei den SPD-Anhängern überwiegt mit 66 Prozent die Ablehnung.

Nach dem neuen ARD-Deutschlandtrend sind derzeit nur noch 24 Prozent der Wahlberechtigten mit der Arbeit Becks zufrieden. Er verlor im Vergleich zum Vormonat acht Prozentpunkte und erreichte damit einen neuen Tiefstand in der Umfrage.